Gemeinsames Projekt von Blaumützen und Neuem Gymnasium Schüleraustausch mit dem Gymnasium in Tychy in Oberschlesien (8.-14.5.)

Zuerst wollten 30 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums C.K. Norwida inTychy, Oberschlesien, - vermittelt durch die ‚Leobener Blaumützen’ - als Gäste der 5c Klasse des Neuen Gymnasiums (KV Frau Prof. Mag. Elfriede Grauer) mit nach Leoben fahren; als der knapp kalkulierte Preis bekannt gegeben wurde, waren es noch 14, schließlich kamen 18, deren Aufenthalt in der Steiermark von der Stadtgemeinde Leoben und vom Elternverein des Neues Gymnasiums unterstützt wurde.

Um es vorweg zu nehmen: Wie der nach der Abreise der Gäste einsetzende e-mail, aber auch der konventionelle Briefverkehr zeigt, hatte die private Unterbringung aller Gäste in Gastfamilien, wobei gleichermaßen Eltern von SchülerInnen der 5c Klasse und Lehrpersonen beteiligt waren, entscheidenden Anteil am Erfolg des Besuches; das gegenseitige kennen lernen und Verstehen wurde hierdurch entscheidend erleichtert.

Eröffnet wurde die Woche mit einem Empfang durch Direktor Mag. Alfred Waldhuber, der die Gäste auf das herzlichste Willkommen hieß. In ihrer Entgegnung stellte die Leiterin der polnischen Klasse, Frau Mag. Barbara Gajda die Klasse und die Begleitlehrerinnen, Frau Mag. Natalja Nowak und Frau Mag. Kasia Kropka, vor und betonte, dass die ‚Leobener Blaumützen’ das Gymnasium C.K. Norwida in Tychy schon vor Jahren nach Europa geführt hätten. Ein Besuch des Stiftes Göss im Rahmen einer Unterrichtsveranstaltung, der Bürgermeisterempfang, die Stadtführung und der Besuch der Orient-Ausstellung waren weitere Programmpunkte dieses ersten erlebnisreichen Tages in der Steiermark.

Höhepunkt der Ausflüge in den folgenden Tagen war die mit den gastgebenden SchülerInnen gemeinsam durchgeführte Exkursion nach Kärnten, wobei neben Mag. Eugen Lang von den ‚Blaumützen’, der die Gäste die ganze Woche über begleitete, auch Frau Prof. Edith Pimas als geschichtskundige Begleiterin die Gäste führte. Neben der Burg Hochosterwitz, die die Gäste aufs stärkste beeindruckte, Herzogsstuhl, Maria Saal und dem Magdalensberg gab es auch eine ‚Neuentdeckung’, nämlich das Amphitheater von Virunum, das seit zwei Jahren in der Nähe von Maria Saal ausgegraben wird. Über Stock und Stein ging es zur Ausgrabungsstelle, wo man von erhöhter Stelle aus den Archäologen und ihren Helfern bei der Arbeit zuschauen konnte.

Weiters erlebten die polnischen SchülerInnen Graz mit Schloss Eggenberg, Stübing und die römische Brücke in der Nähe. Den Abschlussausflug unternahm man nach Admont, dem Leopold Steiner See und dem Erzberg mit Führung und einer Fahrt auf dem Hauly, die bei den Gästen besonderen Jubel auslöste.

Höhepunkt des geselligen Abends war die mit großem Beifall bedachte Volkstanz Vorführung der gesamten 5c Klasse, die schließlich auch die Gäste und die anwesenden Lehrpersonen einbezog. Frau Prof. Michaela Sand hatte in einem eigenen kleinen Projekt die Tänze einstudiert.

Den anschließenden ‚Tanzkurs’ (Wiener Walzer) nahmen die Gäste ebenfalls mit Begeisterung auf. Als Tanzlehrer fungierten Jürgen Blematl und Daniel Egger.

Nicht verwunderlich, dass auch die Tanzschule Glauninger am Samstag Abend zum Abschluss eines Tanzkurses einlud – korrekte Kleidung vorausgesetzt. Etliche der Gäste folgten mit ihren Gastgebern dieser Einladung, die einen wirklich schönen Abschluss des Leoben-Aufenthaltes darstellte. Seit der Abreise freuen sich polnische und österreichische SchülerInnen auf den Gegenbesuch im Herbst.

Insgesamt war es wieder ein typisches Blaumützen Unternehmen – diesmal in Zusammenarbeit mit dem Neuen Gymnasium: Erlebnisreich, interessant ….und anstrengend. Die nicht abreißenden positiven Rückmeldungen aus Tychy beweisen, dass sich Friedensarbeit lohnt, mag sie auch noch so anstrengend sein. Si vis pacem para pacem – wenn du den Frieden willst, tu etwas dafür.

In diesem Sinne ist vielen zu danken, vor allem aber der fürsorglichen Frau Klassenvorstand, Prof. Mag Elfriede Grauer, deren engagiertes Wirken im Hintergrund erst den vollen Erfolg garantierte.